Reports
Dieser Menüpunkt enthält zwei Textformate. Das erste verantworte ich als Alleinautor, das zweite als Mit-Autor und Herausgeber („CogniosCollegium“).
Die eigenen Reports sind derzeit in Vorbereitung, denn mein aktueller Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung eines Formats für Analysen zum kuratierten Wissen.

CogniosCollegium
Analyse 2026-01 · „Gehirnjogging“ – Was bleibt vom Versprechen?
Der Markt der Denktrainings verspricht, das Gehirn lasse sich üben wie der Körper — und beruft sich dabei auf Forschung, die etwas anderes besagt. Denn Übung macht nur besser in der geübten Aufgabe. Auf das allgemeine Denken und den Alltag überträgt sich das leider nicht. Was im Alter geistig schützt, ist die kognitive Reserve: eine über das ganze Leben aufgebaute Widerstandskraft aus Bildung, Sprache, Musik, Bewegung und Kontakt, die in einer anderen Größenordnung wirkt als eine App von fünfzehn Minuten am Tag. Die Analyse trennt die beiden Forschungsstränge und zeigt, welche Empfehlungen für ältere Menschen empirisch abgesichert sind.
Inhalt: Kurz- und Langfassung – Anhang: Begriffe und Vertiefungen
Analyse 2026-02 · „Wirkt Kreatin auf die Kognition?“
Kreatin ist als Bestandteil des Energiestoffwechsels gut untersucht. Eine spezielle Wirksamkeit im Kraftsport ist bestätigt. Seit einigen Jahren wird es jedoch auch mit geistiger Leistungsfähigkeit und Gehirngesundheit in Verbindung gebracht. Die Analyse prüft diese Behauptungen anhand der aktuellen Forschungslage. Das Ergebnis ist eindeutig: Für gesunde Erwachsene gibt es bislang keinen belastbaren Nachweis einer Verbesserung kognitiver Leistungen. Zugleich zeigt die Analyse, wie aus begrenzten wissenschaftlichen Befunden individuelle Erwartungen entstehen, die durch die Produktwerbung gefördert werden.
Inhalt: Kurz- und Langfassung – Anhang: Hintergrundfakten – Informationsblatt
Analyse 2026-03 · „Gehirngesundheit und kognitive Reserve“
Eine Studie aus Dallas, im Mai 2026 erschienen, ließ die Populärpresse melden, geistiger Abbau im Alter sei kein Schicksal. Knapp 4.000 Menschen wurden drei Jahre begleitet, doch am Ende blieb nur ein Bruchteil übrig – und die Statistik der Übriggebliebenen ist eine andere als die der Angefangenen. Was die Studie tatsächlich aufgreift, ist die kognitive Reserve: das Zusammenspiel aus klarem Denken, sozialer Verbundenheit und emotionalem Gleichgewicht. Diese Reserve verschiebt die Schwelle, an der altersbedingte Veränderungen spürbar werden (hierzu auch 2026-01). Die Analyse trennt die evidenzgesicherten Fakten von dem, was die Schlagzeile darüber hinaus verspricht. Sie verdeutlicht aber auch positiv die eingesetzte Methodologie, die den individuellen Verlauf statt der Abweichung von der Norm misst.
Inhalt: Kurz- und Langfassung – Anhang: Methodischer Apparat
